VfB - SpVgg Bayreuth 1:1
- Sepp Schiebel

- vor 3 Stunden
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Tag der Unentschieden in der Regionalliga Bayern. Nur dem Tabellenletzten Schwaben Augsburg gelang bei Viktoria Aschaffenburg ein doch etwas überraschender 2:1 Erfolg. Die vier anderen Begegnungen endeten jeweils mit einer Punkteteilung.
800 Zuschauer wollten sich das erste Pflichtspiel im Jahr 2026 nicht entgehen lassen. Es herrschte eine tolle Stimmung, denn aus Bayreuth waren schätzungsweise 200 Fans mit angereist. Trommeln, Banner, Fahnen und Fangesänge - alles friedlich - klasse! So kann es auch gehen - keine Pyro oder Sachbeschädigungen. Dank auch an die Ordnungskräfte, die bei Kontrollen den "Ultras" einige Aufkleber abgenommen hatten. Dank auch an die Polizei, je zwei Kräfte aus Eichstätt und Bayreuth (extra angereist), die wertvolle Tipps gaben.
Das Spielfeld im "HIRSCH-Sportpark" war sehr gut bespielbar. Ein Verdienst von Platzwart Sepp Glassner, der mit ihm zur Verfügung stehenden Mitteln herausragende Arbeit geleistet hat. Lagen doch vor einer Woche noch knapp 10 cm Schnee auf dem Spielfeld.
So, genug gelabert, jetzt zum Spiel. Sieben Wochen Vorbereitung auf Kunstrasen und jetzt gegen den letztjährigen Fünften der Regionalliga Bayern auf Rasen. Bayreuth war nicht nach Eichstätt gekommen um die Punkte abzuliefern. Das 1:1 vor einer Woche beim 1. FC Schweinfurt 05 brachte zusätzliche Motivation.
Die erste Chance im Spiel hatte jedoch der VfB nach zwei Minuten. Florian Lamprecht, er spielte trotz einer Verletzung am Hüftbeuger, setzte sich energisch am linken Flügel durch, sein Zuspiel auf Pascal Schittler geriet einen ticken zu lang und ein Abwehrspieler konnte im letzten Moment klären. Bayreuth war danach die aktivere Mannschaft, angetrieben von Neuzugang Maxi Fesser (Kickers Würzburg und dem erfahrenen Nicolas Andermatt. Der VfB zeigte vielleicht doch Nerven, denn mit ungenauem Passspiel auf dem schweren Geläuf brachte man sich unnötig in Gefahr. Mit einem Freistoß traf Tino Lennerth nur die Querlatte, wobei die sehr gute Unparteiische Angelika Söder zuvor schon nach einem Foulspiel abgepfiffen hatte. Wenig später Glück für den VfB. Andermatt auf Fessler, Bastian Bösl störte noch und der Schuss von Fessler klatschte an den Außenpfosten.
Der VfB lauerte und schlug nach 32 Minuten mit einem blitzsauberen Angriff eiskalt zu. Der schnelle Alex Beusch legte ab für den aufgerückten Elias Herger. Dessen Flanke aus dem Lauf verlängerte Lucas Schraufstetter mit dem Kopf zur Mitte, der einlaufende Jonathan Grimm nahm das Leder perfekt direkt und hoch schlug es über Lucas Zahaczewski zum 1:0 für den VfB ein.
Der Elan von Bayreuth war dahin und der VfB war bis zur Halbzeit nun das aktivere Team. Auch nach dem Seitenwechsel drängte der VfB auf den zweiten Treffer. Ein Zuspiel von Ferat Nitaj nahm Lucas Schraufstetter aus 16 Metern direkt ab, doch zu zentral war sein Flachschuss eine sichere Beute von Zahaczewski. Bayreuths Trainer Lukas Kling reagierte in der 55. Minute und brachte den lange verletzten Felix Heim ins Spiel. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft, denn fortan sorgte Heim für Aufsehen. Technisch stark und mit enormer Schnelligkeit ausgestattet, hatte der VfB über die linke Angriffsseite der Gäste seine Probleme. Dennis Lippert auch Stammkraft in der 3. Liga und Felix Heim veranlassten VfB-Trainer Dominik Haußner zu einem ersten Wechsel nach 63 Minuten. Johannes Mayer kam für Beusch ins Spiel, aber auch diese Maßnahme führte nicht zum Erfolg. In der 68. Minute spielte Heim seine ganze Klasse aus, zog aus halblinker Position ab und sein platzierter Flachschuss schlug unhaltbar im langen Eck zum 1:1 Ausgleich ein. Jetzt musste der VfB bangen, denn Bayreuth gab weiterhin Vollgas und wollte die Führung. Der VfB überstand diese Phase und schaltete in der Schlussphase wieder in den Offensivmodus.
Dominik Haußner bewies dabei Mut, denn der VfB versuchte mit Timo Meixner, als Doppelspitze den Siegtreffer zu erzielen. Mit einem Steckpass brachte Schittler Johannes Mayer in Position und nach dessen Rückpass scheiterte Timo Meixner aus nächster Nähe am starken Zahaczewski. Der VfB drängte auf das 2:1, doch einen letzten Kopfball von Jonathan Grimm entschärfte erneut Bayreuths Keeper.
Während der VfB ohne eine Gelbe Karte auskam, wurden nur zwei Akteure der Gäste verwarnt. Auch ein Verdienst von Angelika Söder und ihrem Team.
Es war vielleicht nicht das beste Spiel des VfB in dieser Saison, aber weder die SpVgg Bayreuth noch irgendein anderer Verein in der Regionalliga Bayern sind leicht zu bespielen und zu besiegen.
Bereits am kommenden Freitag muss der VfB um 19.00 Uhr beim SV Wacker Burghausen antreten.
VfB: Sauernheimer, Herger, Bösl, Spies, Lamprecht, Fries (74. Meixner), Schraufstetter, Grimm, Beusch (63. Mayer), Schittler, Nitaj (80. Kuqanaj)
Zuschauer: 800
SRin: Angelika Söder
Tore: 1:0 (32.) Jonathan Grimm, 1:1 (68.) Felix Heim





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