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VfB - TSV 1860 München 0:2

vor 12 Minuten
3 Min. Lesezeit

Der legendäre Spruch von Jürgen "Kobra" Wegmann - "Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu", geht in die richtige Richtung, wenn man das Spiel des VfB gegen den TSV 1860 München über die gesamte Spielzeit betrachtet. Eine tolle Kulisse mit 2830 Zuschauern, sorgten im ausverkauften "HIRSCH-Sportpark" trotz des "beschissenen" Wetters für beste Stimmung. Großes Kompliment für die Fans der Löwen, die über die gesamte Spielzeit mit ihren Fahnen, Bannern und Gesängen für beste Stimmung sorgten.


Grund zum Feiern hatte die "Löwen", denn am Ende gewann 1860 mit 2:0 (0:0). Verdient? Aufgrund der zweiten Halbzeit ja, aber da hatte man auch den Wind im Rücken und der heftige Regen peitschte vor allem den Akteuren des VfB ins Gesicht.


"In der ersten Halbzeit war es ein Fetzen Spiel meiner Mannschaft. Ausgeglichen, aber mit den besseren bzw. klareren Chancen für meine Mannschaft." Diese Analyse von Cheftrainer Markus Mattes traf den Nagel auf den Kopf. Es fehlte auch das nötige das Glück und Löwen-Keeper Vitus Eicher rettete seine Mannschaft vor einem Rückstand.


Klar waren die "Giesinger" zunächst bestimmend, aber der VfB hielt dagegen und gefiel durchaus mit gelungenen Passagen. Meist über die rechte Seite und Aurel Kuqanaj war im Zusammenspiel mit Elias Herger kaum zu stoppen. Den ersten Aufreger gab es jedoch vor dem Tor des VfB und hier muss man dem Schiedsrichter einen klaren Vorwurf machen. Nach einer Linksflanke verschaffte sich Cristian Leone mit einem klaren Schubser (beide Hände) gegen Daniel Spies den Vorteil. Daniel Martin vekürzte den Winkel, der Schuss prallte von dessen Unterschenkel in Richtung Tor, doch Bastian Bösl kratzte das Leder mit letztem Einsatz noch von der Torlinie.


Warum hier kein Foul gepfiffen wurde bleibt unerklärlich. Auch in vielen Situationen gegen Moritz Gündling, der aufopferungsvoll ackerte, wurde der VfB benachteiligt. Aber sei`s drum, die Löwen hatten auch durch Florian Niederlechner einen gefährlich Torschuss zu verzeichnen, doch Daniel Martin war zur Stelle und lenkte das Leder zur Ecke.


Dann war der VfB an der Reihe und gleich zweimal hatte Lucas Schraufstetter die Führung auf dem Fuß. Nach einer Rechtsflanke kam er aus zehn Metern frei zum Abschluss. Vitus Eicher tauchte ab und hielt das 0:0 fest. Wenig später bediente Florian Lamprecht mit einem tollen Pass Schraufstetter und dessen Direktabnahme lenkte Eicher mit einem tollen Reflex über den Querbalken.


Nach etwa 30 Minuten blieb Elias Herger nach einem Zweikampf am Boden liegen. Er biss auf die Zähne und hielt bis zur Halbzeit durch. Dann war Schluss für "Eli". Die bittere Diagnose kam kurz nach dem Spiel aus dem Krankenhaus. Verdacht auf Mittelfußbruch! Mit zwei Krücken und einem "orthopädischen Schuh" kehrte "Eli" zurück. Gute Besserung!


Beim Anpfiff zur zweiten Halbzeit regnete es wie aus Eimern und ein starker Wind kam auf. Nachteil für den VfB, denn der Regen und der Wind kamen aus dem Westen und der VfB musste dagegen anlaufen. Die Bälle flogen unkontrolliert und in der 50. Minute führten die Löwen fast ohne eigenes Zutun mit 1:0. Eine Ecke von Dennis Dressel wurde vom Sturm verwehrt und am kurzen Pfosten sprang das Leder an die Hüfte von Bastian Bösl und von dort hinter die Torlinie.


Rund 15 Minuten beeinflusste der Wind das Spiel zum Nachteil des VfB. 1860 war am Drücker, aber nur noch einmal wurde es gefährlich, als eine weitere verwehrte Ecke von Michael Eberwein an den rechten Pfosten geköpft wurde. Angriffe des VfB wurden von der kompromisslosen Abwehr der Sechziger meist vor dem Strafraum beendet.


Der Regen hielt an, der Wind ließ nach und in der Schlussphase drängte der VfB auf den Ausgleich. Florian Lamprecht konnte einen tollen Sololauf nicht mehr abschließen und kam ins Straucheln. Zwei drei Schüsse fanden nicht ihr Ziel oder wurden geblockt. Es lief schon die dritte Minute der Nachspielzeit und der VfB kam noch zu zwei Eckbällen. Alle waren aufgerückt und die Löwen nutzten den Konter durch Arian Ortivero Calderon zum 0:2. Das war zugleich die letzte Aktion in einem sehr fairen Spiel. Leider doppelt bitter oder sogar dreifach bitter. 0:2 verloren, Elias Herger mit Mittelfußbruch verloren und auch Pascal Schittler nach 65 MInuten mit einer Zerrung verloren.


VfB: Daniel Martin, Herger (46. Winkler), Bösl, Spies, Lamprecht, Müller, Schittler (65. Peric), Schraufstetter, Kuqanaj, Gündling, Lohner

SR: Marcel Krauß

Zuschauer: 2830

Tore: 0:1 (50./ET) Bastian Bösl, 0:2 (90+3) Calderon


 
 
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