top of page
Suche

Türkgücü München - VfB 3:0

Eine verdiente 0:3 (0:2) Niederlage musste der VfB Eichstätt bei Türkgücü München hinnehmen und rutschte dadurch in der Tabelle der Regionalliga Bayern wieder auf einen Relegationsplatz ab. Bereits am kommenden Dienstag (Anstoß 17.30 Uhr) hat die Elf von Trainer Markus Mattes im Nachholspiel die SpVgg Hankofen-Hailing im Liqui-Moly-Stadion zu Gast. Die Niederbayern belegen mit einem Punkt Rückstand auf den VfB den 17. Tabellen- und somit einen direkten Abstiegsplatz.


Nach der letzten 0:1 Niederlage bei der SpVgg Ansbach änderte Markus Mattes seine Startformation gleich auf fünf Positionen. Daniel Haubner saß eine Rotsperre ab, Julian Kügel musste mit einer Sprunggelenksverletzung passen, während Johannes Golla, Sebastian Graßl und Johannes Kraus auf der Bank Platz nehmen mussten. Wie schon in Ansbach war es auch gegen Türkgücü eine erste Halbzeit zum Vergessen. Lag es an der taktischen Ausrichtung? Der VfB begann mit einer Fünferkette und zwei Sechsern im Mittefeld. Den beiden Sturmspitzen, Fabian Eberle und Tobias Stoßberger fehlte es an Unterstützung und die Abstände im Mittelfeld stimmten überhaupt nicht.


Exakt 198 Zuschauer waren in den ATS Sportpark nach Heimstetten gekommen, darunter sicherlich ein Drittel Eichstätter Fans. Bei sehr schlechten Platzverhältnissen machte der zum Teil orkanartige Schiebewind beiden Mannschaften zu schaffen. Türkgücü begann mit dem Wind im Rücken, doch die ersten zwanzig Spielminuten verliefen ohne Höhepunkte. Mit der reiferen Spielanlage und technischen Vorteilen kippte das Spiel zu Gunsten der Landeshauptstädter und einen ersten Warnschuss gab der auffällige Maximilian Berwein ab. Die technischen Fehler häuften sich beim VfB und daraus resultierten auch zwei vielversprechende Freistoßmöglichkeiten an der Strafraumgrenze, die jedoch von den Gastgebern nicht genutzt werden konnten. Wenig später traf Berwein nach Zuspiel von Marco Holz nur die Latte und die Führung lag in der Luft. Diese fiel prompt in der 30. Minute. Erneut sah sich Florian Lamprecht gleich zwei Gegenspielern gegenüber, Berwein passte zur Mitte und der einlaufende Yannik Woudstra traf spektakulär mt der Hacke zur 1:0 Führung. Der VfB konnte sich zwar von der Umklammerung ein wenig lösen, aber ohne eine ordnende Hand im Mittelfeld lief nichts zusammen. Unmittelbar vor der Pause fing sich der VfB auch noch den zweiten Gegentreffer ein. Mert Sahin suchte erneut von der rechten Seite das Anspiel in die Spitze, seine flache Hereingabe konnte nicht geklärt werden und landete wohl unberührt im Tor zum 2:0 Pausenstand.


Mattes reagierte mit drei Wechseln und stellte auf Viererkette um. Mit Windunterstützung wurde es deutlich besser und die Münchener mussten ihrerseits nun gut verteidigen. Nach einem Eckball des emsigen Timo Meixner, wurde der Schuss von Fabian Eberle auf der Torlinie geblockt und der Nachschuss von Johannes Golla landete aus fünf Metern in den Armen von Torhüter Johann Hipper. Die Redewendung - "wenn das Wörtchen wenn nicht wäre" - traf in der 68. Minute den Nagel auf den Punkt. Einen weiten Ball von Luca Oehler verlängerte Münchens Kevin Hingerl unglücklich mit dem Kopf auf Eberle, der lief alleine auf Torhüter Hipper zu und seinen Querpass setzte Stoßberger aus acht Metern am leeren Tor vorbei. Dies war auch für Mattes die Schlüsselszene des Spiels: "Wenn du so eine Chance zum 2:1 nicht nützen kannst und im Gegenzug schenkst du dem Gegner auch noch das 3:0, kann man nicht punkten." Stoßberger hatte den Anschlusstreffer fahrlässig liegen lassen und im Gegenzug rutschte auch noch Torhüter Felix Junghan beim Abschlag weg, sein Zuspiel landete in den Füßen von Emirgan Mert und dessen flache Hereingabe nützte Woudstra mit seinem elften Saisontreffer zum 3:0 (69.). Selbst der Ehrentreffer blieb dem VfB versagt, denn nach glänzender Vorarbeit von Alex Moratz tauchte Fabian Eberle frei vor Hipper auf, schlenzte das Leder jedoch rechts am Tor vorbei. Türkgücü Trainer Alper Kayabunar war mit dem Ergebnis und dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden: "Die 2:0 Halbzeitführung war völlig verdient. Danach mussten wir zwar einige brenzlige Situationen überstehen, aber das 3:0 geht in Ordnung." Eine sehr gute Leistung bot übrigens Schiedsrichter Florian Böhm, der nur zwei Gelbe Karten zeigen musste.


Jetzt heißt es "Mund abwischen" und volle Konzentration für den "Abstiegsgipfel" am Dienstag gegen die SpVgg Hankofen-Hailing.


VfB: Junghan - Wolfsteiner (46. Golla), Moratz, Waffler (46. Meixner), Gstettner, Lamprecht (46. Oehler) - Fiedler, Trslic, Federl - Stoßberger (71. L. Eberle), F. Eberle

Türkgücü München: Hipper, K. Hingerl, S. Hingerl, Rech (78. Zant), Holz, Auburger, Sahin Mert (63. Emirgan), Berwein (84. Horataci), Kebe, Tosun, Woudstra (83. Shabani)

SR: Florian Böhm

Zuschauer: 198

Tore: 1:0 (30.) Yannik Woudstra, 2:0 (44.) Sahin Mert, 3:0 (69.) Yannik Woudstra

Gelbe Karten:

VfB: Wolfsteiner - Türkgücü: Rech




Comments


bottom of page