VfB - Vikt. Aschaffenburg 1:1
- Sepp Schiebel
- vor 8 Stunden
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Aus Sicht des VfB Eichstätt war es enttäuschendes 1:1 (1:0) gegen die abstiegsbedrohte Viktoria aus Aschaffenburg. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit und der 1:0 Führung durch Timo Meixner (11.), folgte eine, sagen wir mal genauso schlechte zweite Hälfte, mit dem gerechten 1:1 Ausgleich in der 88. Minute durch den eingewechselten Matvey Obolkin.
Zwei Spieltage vor dem Saisonende verteidigte der VfB zwar seinen 5. Tabellenplatz in der Regionalliga Bayern, doch vor den Spielen gegen den FC Bayern München II am kommenden Freitag im Grünwalder Stadion und dem Saisonfinale mit dem Heimspiel gegen den TSV Buchbach sind die "Verfolger" näher gekommen. Für Aschaffenburg war der späte Punktgewinn eigentlich zu wenig und es droht der Direktabstieg. Sollte aber die SpVgg Greuther Fürth aus der 2. Bundesliga absteigen, müssen auch deren Nachwuchsprofis in die Bayernliga Nord absteigen und Aschaffenburg stünde bei dieser Konstellation auf einem Relegationsplatz. Kompliziert? Geht schon!
Der VfB musste auf Kapitän Jonas Fries verzichten, dessen Wade erneut zwickte. Daniel Hofrichter ersetzte ihn und spielte überraschend einen "verkappten" linken Offensivspieler. Die Gäste liefen wie erwartet hoch an und versuchten durch schnelles Umschalten für Gefahr zu sorgen. Dies gelang nach wenigen Minuten, als Roberto Desch nach perfekter Ballannahme zum Abschluss kam, doch Torhüter Nikolai Sauernheimer flog ins bedrohte Eck und parierte den Schuss aus acht Metern. Dies blieb allerdings der einzige Abschluss in der ersten Halbzeit und fortan fielen die Gäste durch zahlreiche Foulspiele und Unsportlichkeiten auf. Der VfB übernahm das Kommando und bereits in der 11. Minute gelang Timo Meixner die 1:0 Führung. Florian Lamprecht nutzte den Freiraum auf der linken Seite, sein Zuspiel nahm Meixner mit dem Rücken zum Tor geschickt an, drehte sich und sein Linksschuss schlug im langen Eck zur 1:0 Führung ein.
Der VfB blieb überlegen, doch nur ein Schuss von Alex Beusch hätte einen weiteren Treffer verdient gehabt, doch Torhüter Eric Verstappen parierte etwas glücklich den Flachschuss vom umtriebigen "Beuschi". Es blieb dabei, der VfB fand aber nicht die Lücke, diese entsetzliche Lücke. Aschaffenburgs Kapitän, der 37jährige ex-Profi Benjamin Baier, sah nach einer groben Unsportlichkeit nur die Gelbe Karte. Trainer Felix Luz polterte unaufhörlich an der Außenlinie und war mit der Leistung seiner Mannschaft restlos bedient.
Nach einer Wutrede zur Halbzeit kam er bereits nach fünf Minuten auf den Platz zurück und brachte Matvey Obolkin als zusätzlichen Angreifer ins Spiel. Lange Zeit blieben die Gäste harmlos, doch der VfB konnte dies nicht nutzen. Viel zu fehlerhaft wurde agiert und im Mittelfeld fehlte die ordnende Hand. Die Auswechslungen griffen nicht und auch die Geschwindigkeit von Alex Beusch ging dem VfB abhanden. Folge - kein Abschluss - Aschaffenburg wurde eingeladen und der VfB schließlich mit dem Ausgleich bestraft.
Zunächst scheiterte Obolkin mit einem Kopfball am rechten Außenpfosten, ehe er in der 88. Minute doch noch den Ausgleich erzielte. Noch ein Wort zum Unparteiischen, der die "Fallsucht" der Gäste im Strafraum zweimal nicht ahndete. Dies veranlasste Trainer Felix Luz zu einer Schimpftirade und er "flehte" auf den Knien vor dem Assistenten. Eigentlich war die Gelbe Karte zu wenig, doch wem hätte das geholfen? Und aufgefallen ist noch, dass das Schieben mit zwei Händen und übertriebene Rempeln gar nicht mehr gepfiffen wird. Bei der Entstehung zum 1:1 sah aber nur der Unparteiische ein Foulspiel. Der folgende Freistoß wurde schnell kurz ausgeführt, Obolkin setzte zum Torschuss an und traf flach aus rund 25 Metern ins linke Eck zum 1:1.
Aschaffenburg wollte aber drei Punkte und traf in der Nachspielzeit noch einmal den linken Außenpfosten.
Mund abputzen. Es hätten auch drei Punkte sein können, wenn und aber zusammengerechnet ergibt einen Punkt. Ein Blick auf die Tabelle lässt die Sonne scheinen.
VfB: Sauernheimer, Wolfsteiner (62. Herger), Bösl, Spies, Lamprecht, Grimm, Schraufstetter, Schittler, Beusch (62. Nitaj), Meixner (84. Rachinger), Hofrichter (77. Kuqanaj)
Sr: Elias Wörz
Zuschauer: 375
Tore: 1:0 (11.) Timo Meixner, 1:1 (88.) Matvey Obolkin

