VfB II - TSV Hohenwart 3:3
- Sepp Schiebel
- vor 12 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Nach äußerst intensiven "95" Spielminuten reichte es für unsere "Zweite" zwar nur zu einem 3:3 (2:2) gegen den Tabellenzweiten TSV Hohenwart, dennoch hatte man doppelten Grund zur Freude. Die Elf von Trainer Michael Olah besann sich ihrer Qualitäten und zeigte von Beginn an eine äußerst couragierte Leistung. Zudem gelang dem VfB der Ausgleich zum 3:3 erst in der fünften Minute der Nachspielzeit, als Senih Fazlji mit einem Freistoß aus 22 Metern sehenswert ins Tor der Gäste traf.
Der VfB hatte sich gegen den Tabellenzweite einiges vorgenommen und sprühte vom Anpfiff weg vor Spielfreude. Eine erste gute Möglichkeit vergab Avi Salim, der sich gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte, doch vor dem Gehäuse der Gäste fehlte ihm die Übersicht und sein Schuss ging knapp rechts am Tor vorbei. Im Gegenzug deutete aber auch Hohenwart seine Gefährlichkeit an und VfB-Keeper Alex Hardok musste den Schuss von Andreas Wildhopf mit einer Glanztat abwehren.
Es ging munter weiter und nach acht Minuten führte der VfB mit 1:0. Nach einer gelungenen Kombination behielt Senih Fazlji den Kopf oben und sein Schuss von der Strafraumgrenze war für Keeper Alexander Bäuerle nicht zu erreichen.
Das 2:0 lag mehrmals in der Luft, wollte aber gelingen. Der VfB hatte bis zur 32. Minute alles im Griff, ehe eine "unmögliche" Schiedsrichterentscheidung die Wende einleitete. Handspiel im VfB-Strafraum soll es gewesen sein. Schuss aus einem Meter Entfernung am Strafraumeck gegen Körper und Arm. Schiedsrichter Tunahan Gümüs bewertete es anders und Daniel Liebhardt verwandelte das "Geschenk" zum 1:1 Ausgleich. Der Frust hielt an und Hohenwart nützte dies eiskalt aus. Tolles Zuspiel auf Sebastian Herker und der trifft flach ins linke Eck zum 1:2 (38.).
Klasse die Reaktion des VfB und noch vor der Pause markiert Tom Wasztl das hochverdiente 2:2 (44.).
Die zweite Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen. Der VfB vergab zwei drei gute Möglichkeiten und hatte auch Pech im Abschluss. Ab der 70. Minute wurden die Gäste stärker und Keeper Alex Hardok bewahrte seine Mannschaft mit einer tollen Flugeinlage vor dem erneuten Rückstand. Wenig später (78.) musste er sich doch geschlagen geben, denn Daniel Liebhardt setzte einen Freistoß aus 20 Metern in die Maschen und Hohenwart führte mit 3:2.
Der VfB kämpfte unverdrossen, während die Hohenwarter Zuschauer jede Balleroberung frenetisch feierten. Nervig allein das Zeitspiel, was den Unparteiischen veranlasste fünf Minuten nachspielen zu lassen. Noch einmal ein hoher Ball in Richtung Tor der Gäste - Handspiel - 22 Meter halblinke Position. Letzte Aktion und Senih Fazlji legt sich das Leder zurecht. Die Mauer steht und Keeper Bäuerle lauert. Kurzer Anlauf, scharfer platzierter Schuss über die Mauer und zack, das Leder prallt vom linken Innenpfosten an den Fuß von Bäuerle und landet irgendwie im Tor der Gäste - 3:3 - der VfB samt Anhang jubelt - Abpfiff und Hohenwart hadert. Kurz danach haben sich die Gemüter beruhigt.
Es war ein echt sehr unterhaltsames Fußballspiel, intensiv geführt, nur vier gelbe Karten, eine Fehlentscheidung und sechs Toren.
VfB II: Hardok, Avi Salim, Hallmeier, Halsner (83. Meier), Bittl, Fazlji, Scholl, Khashumov (75. Maden), Schmid, Wasztl, Matzel

