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VfB - FV Illertissen 0:3

Man hatte sich viel vorgenommen, aber der Saisonstart gegen den FV Illertissen ging für den VfB Eichstätt "richtig in die Hose". Nach gebrauchten 95 Spielminuten entführten am Ende die Gäste vor rund 500 Zuschauern völlig verdient mit 3:0 (1:0) drei Punkte aus der Domstadt.


An Schiedsrichter Andreas Dinger lag es sicherlich nicht, denn der Unparteiische hat sich die Note 1 mit einer äußerst souveränen Leistung redlich verdient.


Die Gäste spielten vom Anpfiff weg munter nach vorne und wie so häufig in den Testspielen kassierte der VfB prompt nach wenigen Minuten das 0:1. Mit einem einfachen Doppelpass wurde das Abwehrzentrum ausgehebelt und vom Innenpfosten hobbelte das Leder zum 0:1 über die Torlinie. Vermutlich war sogar VfB-Neuzugang Jens Schüler als letzter am Ball, aber auch Daniel Hausmann hatte seine Fußspitze am Leder. Da waren gerade mal 4 Minuten gespielt. Der Schock saß und Illertissen machte mächtig Dampf. Selbst Florian Lamprecht musste höllisch aufpassen und lieferte sich mit dem pfeilschnellen Dribbler Mussa Fofanah packende Zweikämpfe.


Beim VfB fehlte das Tempo und Leidenschaft. Freistöße und Eckbälle "segelten" pomadig durch den Strafraum. Erst nach rund 25 Minuten zwei der wenigen Torchancen für den VfB. Daniel Hofrichter, überraschend als Sturmspitze aufgeboten, wurde im letzten Moment geblockt und Pascal Schittler kam nicht richtig hinter den Ball und die Chance war vertan. Auf der Gegenseite verlor Daniel Spies unnötig den Ball, setzte aber energisch nach und spitzelte Denis Milic in höchster Not das Leder vom Fuß. Illertissen war drauf und dran auf 0:2 zu stellen, so auch in der 41. Minute. Schiedsrichter Andreas Dinger ließ nach Foulspiel an Marco Hingerl überragend Vorteil laufen, Denis Milic hatte plötzlich freie Bahn, scheiterte jedoch am besten Eichstätter Daniel Martin, der sich ganz breit machte und mit Fußabwehr den Einschlag verhinderte. Und doch hätte es wenig später 1:1 stehen können. Flanke Lamprecht auf Daniel Hofrichter, doch dessen Kopfball flog Zentimeter über den Kasten. Das war auch gleichzeitig die letzte Aktion von Hofrichter, der mit einer Knöchelverletzung zur zweiten Halbzeit ausgewechselt werden musste.


Der VfB wollte den schnellen Ausgleich, fing sich aber prompt zwei Minuten (obligatorisch) das 0:2. Ein Angriff des VfB entpuppte sich als nächstes "Eigentor". Elidon Qenaj, noch ein paar Zentimeter größer als Bastian Bösl, nutzte den Freiraum und zog aus 20 Metern ab. Den Flatterball musste Daniel Martin nach vorne abprallen lassen und Daniel Hausmann traf satt aus 16 Metern hoch ins rechte Eck zum 0:2.


Illertissen suchte die Entscheidung und Torhüter Martin verhinderte mehrmals weitere Einschläge. Erst ab der 65 Minute nahmen die Gäste den Fuß vom Gas und der VfB drängte auf den Anschluss. Mit der Einwechslung von Neuzugang Leon Peric (69.) kam etwas mehr Schwung im Angriff, aber nur in der 84. Minute kam Illertissen in Gefahr. Der sehr hektische Torhüter Daniel Adamczyk konnte nach einer übermotivierten Flugeinlage das Leder nicht festhalten, Lucas Schraufstetter zog sofort aus halbrechter Position ab, doch der ehemalige "Schanzer" Maxi Neuberger stand goldrichtig auf der Torlinie und wehrte mit der Brust ab.


Bemüht ja - erfolgreich nein. Und beim 0:3 half ausgerechnet "Mister zuverlässig" Florian Lamprecht kräftig mit. Beim Spielaufbau übersah "Bolly" Daniel Hausmann, der mit seinem Torschuss aus knapp 50 Metern sehenswert über Torhüter Daniel Martin zum 0:3 Endstand traf.


Abhaken, Mund abputzen und mit voller Kraft voraus am Freitag nach Buchbach. Gute Besserung Daniel!


VfB: Martin, Schüler (88. Müller), Bösl, Spies, Lamprecht, Grimm (88. Mayer), Schraufstetter, Schittler, Herger (69. Peric), Hofrichter (46. Gündling, Meixner (59. Lohner)


 
 
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