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  • Sepp Schiebel

VfB - FCN II 2:4 (1:0)

Wie soll man das beschreiben? Lähmendes Entsetzen? Schockzustand? Ungerecht? Alles gegen uns? Pech?

Innerhalb sechs Spielminuten drehte der neue Spitzenreiter der Regionalliga Bayern das Spiel. Bis zur 64. Minute führte der leidenschaftlich kämpfende VfB durch ein Kopfballtor von Fabian Eberle mit 1:0 und war sogar dem zweiten Treffer näher als der Club. Ein enttäuschter Markus Mattes fasste kurz und knapp zusammen: "Der Kopfball von Ardit Topolaj landete nur am Pfosten, der Ballverlust am gegnerischen Sechzehner führt zum Konter, der das 1:1 bringt. Eine Minute später führt ein Foulelfmeter zum 1:2 und beim Konter zum 1:3 übersieht der Assistent eine klare Abseitsposition. Das war`s dann."


Der VfB musste auf den gesperrten Lucas Schraufstetter und die verletzten Jakob Zitzelsberger und Dominik Wolfsteiner verzichten. Ardit Topolaj spielte erstmals von Beginn an in der Innenverteidigung, Christian Heinloth rückte ins zentrale Mittelfeld und Julian Kügel kam nach seiner Verletzungspause in der Offensive zum Einsatz.


Der VfB begann abwartend, machte die Räume eng und überließ den spielerisch überlegenen Gästen das Mittelfeld. In Führung ging aber der VfB. Einen Freistoß aus dem Halbfeld brachte Heinloth in den Strafraum und Eberle köpfte herrlich hoch ins Eck zur 1:0 Führung ein (15.). Nürnberg kam nur zu einer einzigen Chance, als Ardestani mit einem Kopfball nur die Latte traf.


Der VfB bejubelte schon das 2:0, denn nach Freistoß von Jonas Fries traf der am zweiten Pfosten einlaufende Philipp Federl ins Netz. "Das war nie und nimmer Abseits", echauffierte sich Markus Mattes.


Der VfB hielt auch nach der Pause den Gegner in Schach und verpasste selbst auf 2:0 zu stellen. Nach einer Ecke stieg Topolaj am höchsten und köpfte an den rechten Pfosten. Doch dann leistete sich Jonas Fries einen Ballverlust und es ging Ruck Zuck. Zwei Pässe, Profi Kevin Goden umkurvte Felix Junghan und der Ausgleich war perfekt. Der VfB war geschockt und erst recht, als der Unparteiische nach Foulspiel auf den Punkt zeigte. Marco Zietsch, vor drei Wochen im Ligapokal noch mit dem Krankenwagen abtransportiert, verwandelte sicher zum 1:2. In der 70. Minute dann auch noch das 1:3. Erneuter Ballverlust am gegnerischen Strafraum, dieses Mal ein Pass in die Tiefe, der Assistent übersah eine Abseitsposition des einlaufenden Shuranov und sein Heber passte.


Da passte es zum Spielverlauf, dass ein Kopfball von Federl erneut nur am Pfosten landete und der eingewechselte Schmidt in der 89. Minute im Nachschuss auf 1:4 stellte. In der 90. Minute konnte Julian Kügel eine flache Hereingabe zum 2:4 Endstand verwerten.


Fazit: Spielerisch waren die jungen Clubberer besser. "Die Jungs" haben ersatzgeschächt herausragend gekämpft und hätten sich mindestens einen Punkt verdient gehabt.