VfB - FC Schweinfurt 05 1:0
2:0 gegen die SpVgg Ansbach, 3:0 gegen den TSV Aubstadt und jetzt ein 1:0 (1:0) Heimerfolg über Drittligaabsteiger 1. FC Schweinfurt 05. Das ist die Heimbilanz von Trainer Markus Mattes, der den VfB nach dem zweiten Spieltag übernommen hat.
Leider rückt der Erfolg in den Hintergrund, denn nach 53 Spielminuten verletzte sich Daniel Hofrichter schwer am rechten Arm. Er wurde nach einer rund 20 minütigen Unterbrechung in die Eichstätter Klinik gebracht. Gute Besserung Dani!!!
Vor knapp zwei Wochen verlor der VfB das Pokalspiel in Schweinfurt mit 1:3 und wohl nur wenige Optimisten rechneten damit, dass der VfB gegen einen der Meisterschaftsfavoriten den Spieß umdrehen könnte. Zudem musste kräftig umgebaut werden. Innenverteidiger Daniel Spieß fehlte aufgrund einer Grippe, Johannes Mayer musste mit Muskelproblemen passen und Jonathan Grimm verletzte sich im Spiel bei Bayern München II am Innenband. Dafür stand Florian Lamprecht wieder in der Startelf, aber für "Bolly" war nach 36 Minuten wieder Schluss, denn seine alte Verletzung brach wieder auf.
Dass der VfB über tolle Jungs verfügt, ist bekannt. Die Neuzugänge Jens Schüler und Jonas Winkler spielten von Beginn an. Markus Lohner ersetzte Lamprecht und agierte auch fehlerfrei in der Viererkette. Markus Müller kam für den verletzten Daniel Hofrichter und auch Leon Peric sorgte mit seinen Tempoläufen stets für Gefahr. Geduld zahlt sich aus (oder so ähnlich).
Und was war mit Schweinfurt los? Ehrlich gesagt - nichts. Ein "blutleerer Auftritt", enttäuschend für die zahlreichen mitgereisten Fans, die mit zunehmender Spielzeit auch ihre "Gesänge" und "Anfeuerungsversuche" verstummen ließen. Zwei Distanzschüsse hatten sie zu verzeichnen und ansonsten nichts, niente (italienisch).
Markus Mattes lobte das Spiel seiner Jungs: "Wir haben mutig hoch verteidigt und dem Gegner kaum Räume geboten." Einzig mit der Chancenverwertung war der Coach nicht zufrieden: "Wir hätten uns das Zittern in der Schlussphase ersparen können. Zahlreiche klare Torchancen konnten wir nicht nutzen." Trotzdem schob er noch einmal ein großes Lob hinterher: "Die Reaktion nach der Verletzung von Daniel Hofrichter war überragend. Jetzt hoffen wir alle, dass "Dani" möglichst bald wieder bei uns sein kann."
Zum Spiel: In den ersten zwanzig Minuten tat sich vor beiden Strafräumen so gut wie nichts. Erfrischend der Auftritt von Jonas Winkler. Der Neuzugang aus Schwabach gefiel nicht nur mit seinem technisch guten Spiel, sondern gewann auch viele Zweikämpfe und half auch in der Defensive aus. Die erste gute Möglichkeit bot sich Pascal Schittler, der jedoch an Torhüter Mottl scheiterte. Markus Lohner ersetzte nach 36 Lamprecht - ohne Fehler - Note 1 - wie auch die gesamte Viererkette!
Der VfB wurde besser und ging in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch verdient in Führung. Wie auch die Videoaufnahmen des BfV beweisen, erkannte der gute Unparteiische Julian Perl (Sohn des ehemaligen Bundesligaschiedsrichters Günther Perl aus München) eine "Schwalbe" von Philipp Hack und ließ das Spiel weiterlaufen. Das tolle Zuspiel in die Spitze von Jonas Winkler auf Lucas Schraufstetter leitete der Kapitän mit viel Übersicht weiter auf Moritz Gündling, der zum 1:0 einschießen konnte.
Mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit versuchte Schweinfurts Trainer Jan Gernlein seiner Mannschaft frischen Wind zu verleihen. Fehlanzeige. Nach der langen Unterbrechung kamen Bedenken auf, dass der VfB unter Schock stehen. Wieder Fehlanzeige. "Jetzt erst recht und ALLE für "Dani"! Fast im Minutentakt erspielte sich der VfB eine Megachance nach der anderen. Fast immer mit dabei ein stark verbesserter Moritz Gündling. Lernt er von Markus Mattes, der als Mittelstürmer alter Schule höherklassig Tore am Fließband erzielte? Aurel Kuqanaj, Pascal Schittler scheiterten jeweils am besten Schweinfurter, Torhüter Jan Mottl. Nach Vorarbeit von Gündling traf Lucas Schraufstetter nur den auf der Torlinie stehenden Schweinfurter Kapitän Kevin Fery.
Endgültige Entscheidung verpasst (wie der FCN am Freitag gegen Hannover) und nach 110 Minuten durfte endgültig gejubelt werden. Auch wenn die Gedanken im Krankenhaus bei "Dani" waren.
VfB: Daniel Martin, Herger, Bösl, Schüler, Lamprecht (36. Lohner), Hofrichter (73. Markus Müller), Schraufstetter, Schittler, Winkler (73. Meixner), Gündling (90. Peric), Kuqanaj
Zuschauer: 650
SR: Julian Perl
Tor: 1:0 (45+1) Moritz Gündling




