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Schwaben Augsburg - VfB 1:1

Bitter, extrem bitter! In der fünften Minute der Nachspielzeit kommt der TSV Schwaben Augsburg durch einen äußerst umstrittenen Handelfmeter noch zum 1:1 (0:1) Ausgleich und entreißt somit dem VfB Eichstätt den ersten Saisonsieg.


372 Zuschauer, darunter rund 70 Fans des VfB, wurden über die gesamte Spielzeit nicht gerade mit einem spielerischen Leckerbissen verwöhnt, aber das war der Gesamtsituation geschuldet. Vom Anpfiff weg war der VfB darauf bedacht den eigenen Strafraum abzusichern. Schwaben Augsburg, das zuletzt Illertissen aus dem Toto-Pokal warf, begann mit viel, sehr viel Ballbesitz.

Eine Großchance verzeichnete man nach rund einer Viertelstunde, als der aufgerückte Levis Schaber aus acht Metern über das Gehäuse zielte.


Die erste Viertelstunde war also ohne Gegentor überstanden und das dürfte auch die Vorgabe des Trainerduos gewesen sein. Nach 23 Minuten ein erster Vorstoß des VfB und auch gleich der erste Eckball. Dieser kam an den kurzen Pfosten und wurde zu kurz in den Rückraum abgewehrt. Timo Meixner reagierte am schnellsten und sein nicht allzu scharfer Schuss landete durch Freund und Feind im langen Eck. Der VfB führte mit 0:1! Die "Schwabenritter" belagerten weiterhin den Strafraum des VfB, der seinerseits auf Konter lauerte. So kam es auch, denn Aurel Kuqanaj spielte seine Schnelligkeit aus. Er zog über den rechten Flügel nach innen, doch der letzte Kontakt raubte ihm den Vorteil und seinen Schuss konnte der herausstürzende Torhüter Maxi Reil abwehren. Kurz vor der Pause Glück für den VfB. Eine tolle Eckballvariante kam flach in den Rückraum, ein einlaufender Augsburger ließ das Leder passieren und den Flachschuss aus 16 Metern von Felix Schwarzholz kratzte Florian Lamprecht von der Torlinie.


Wer nach der Pause einen Sturmlauf der Gastgeber erwartete, traute seinen Augen nicht. Die Halbzeitansprache hatte wohl gefruchtet, denn der VfB war bis zur 60. Minute die dominierende Mannschaft. Hohes Pressing, Zweikampfstärke und auch gutes Passspiel ließ Augsburg nicht ins Spiel kommen. Moritz Gündling hatte die große Möglichkeit zum 0:2, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss und kam anschließend auch noch ins Straucheln. Mit Johannes Mayer kam ein zusätzlicher Abwehrspieler und der VfB agierte fortan mit einer Fünferkette in der Abwehr. Aurel Kuqanaj, der mit seinen Tempoläufen sehr zu gefallen musste, verließ nach 68 MInuten entkräftet das Spielfeld und Markus Lohner kam ins Spiel. Der VfB zog sich zurück und verteidigte leidenschaftlich. Der Heimelf gelang nur wenig und Torhüter Daniel Martin musste kaum eingreifen. Auf der Gegenseite hatte Johannes Mayer das 0:2 auf dem Fuß. Eher zufällig kam er aus 20 Metern zum Abschluss, Keeper Reil stand etwas zu weit vor seinem Kasten, doch der Schuss von "Majo" landete knapp darüber.


Trinkpause und zahlreiche Wechsel veranlassten den Unparteiischen wohl zu einer längeren Nachspielzeit. Es lief schon die 95. Minute und ein letzter halbhoher Schuss aus rund 35 Metern flog in den Strafraum. Eigentlich ungefährlich und das Leder trudelte ins Toraus. Ein Pfiff des Unparteiischen ertönte und er zeigte tatsächlich auf den Elfmeterpunkt. Handspiel? Für niemanden zu erkennen und auch die Heimelf reklamierte vor dem Pfiff kein Handspiel. Blankes Entsetzen bei den Spielern, Trainerteam und den VfB-Fans. Keine Torchance in den zweiten 45 MInuten zugelassen und dann sowas. Schwaben Augsburg nahm das vorgezogene Weihnachtsgeschenk dankend an und Lukas Ramser verwandelte sicher zum 1:1 Endstand.

VfB: Martin, Schüler, Bösl, Spies, Lamprecht, Grimm, Schraufstetter, Schittler (84. Peric), Kuqanaj (68. Lohner), Gündling (57. Mayer), Meixner

SR: Fabian Buechner

Zuschauer: 372

Tore: 0:1 (23.) Timo Meixner, 1:1 (90+5/HE) Lukas Ramser


 
 
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