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  • Sepp Schiebel

TSV Rain - VfB 0:3 (0:2)

Am vergangenen Freitag feierte Fabian Eberle seinen 31. Geburtstag (übrigens der erste Tag im Leben meines dritten Enkelsohns Xaver) und nur einen Tag später hatte der Torjäger erneut Grund zum Jubeln. Mit seinen Saisontoren sieben und acht hatte Eberle maßgeblichen Anteil daran, dass der VfB Eichstätt sein Auswärtsspiel in der Regionalliga Bayern beim TSV Rain mit 3:0 (2:0) gewinnen konnte. Den dritten Treffer für den VfB markierte Neuzugang Adrian Istrefi zum zwischenzeitlichen 2:0, wobei Istrefi maßgeblich auch am Führungstor beteiligt war und sein bislang bestes Spiel im Trikot des VfB zeigte.


VfB-Trainer Markus Mattes musste auf die beiden gesperrten Lucas Schraufstetter und Jakob Zitzelsberger verzichten. Philipp Federl kam nach seiner Gelbsperre wieder zum Einsatz und Mattes entschied sich für Adrian Istrefi auf der zentralen Position im Mittelfeld. Gerade vier Minuten waren im Georg-Weber-Stadion gespielt, da hatte der zahlreich mitgereiste Anhang des VfB auch schon Grund zum Jubeln. Das frühe Stören brachte auf Höhe der Mittellinie den Ballgewinn, das Zuspiel von Jonas Fries leitete Istrefi direkt weiter in den Lauf von Fabian Eberle und mit viel Gefühl legte "Faber" das Leder über den herauseilenden Kevin Maschke ins linke Eck zum 0:1.


Die Gastgeber fanden in dieser frühen Phase des von beiden Seiten sehr fair geführten Spiels überhaupt nicht statt. Stattdessen legte der VfB in der 9. Spielminute das 0:2 nach. Und wieder ging es viel zu schnell für die auf einer Höhe spielende Rainer Abwehr, Eberle zog am rechten Flügel auf und davon und seine Flanke aus vollem Lauf köpfte in zentraler Position Istrefi sehenswert aus 10 Metern flach und unhaltbar für Maschke ins rechte untere Toreck.


Damit hatten die Gastgeber wohl nicht gerechnet und Trainer Alexander Käs fand auf der Pressekonferenz die richtigen Worte: "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, doch Eichstätt hat unsere Fehler konsequent bestraft und hochverdient gewonnen."


Mit dem 2:0 im Rücken kontrollierte der VfB zwar das Spiel, doch Rain wurde mutiger und kam über die linke Angriffsseite durch den agilen Arif Ekin zu guten Aktionen. Ekin traf zunächst nur das Außennetz (15.), ehe Stefan Müller sein Zuspiel am langen Eck vorbei setzte. Es ging munter hin und her und der VfB hätte durchaus weitere Tore erzielen können. Als sich Eberle im Strafraum behauptete, landete sein Schuss nur um Zentimeter neben dem Pfosten im Aus. Von der rechten Seite hatte sich Julian Kügel durchgesetzt, zielte jedoch auch nur knapp vorbei. Rains beste Möglichkeit vereitelte der erneut fehlerfrei Felix Junghan, als er den Schuss von Julian Brandt aus nächster Nähe abwehren konnte (40.). Es folgte zunächst eine taktische Maßnahme von Markus Mattes, denn Florian Lamprecht und Dominik Wolfsteiner tauschten die Seiten in der Viererkette, da ihm wohl Arif Ekin zu viel Spielraum hatte. Noch vor der Pause musste der Rainer Michael Knötzinger mit der Trage vom Platz getragen werden, da er sich ohne Fremdeinwirkung wohl schwerer am Knie verletzt hatte.


Alexander Käs musste reagieren und wechselte zwei Mal offensiv. Der spielende Co.-Trainer Johannes Müller ersetzte Knötzinger und zur zweiten Halbzeit stürmte Tjark Dannemann für den defensiven Dominik Bobinger. Rain hatte fortan zwar mehr Spielanteile, aber gegen die gut stehende Defensive des VfB gab es kaum ein Durchkommen. Erneut zeigte Markus Waffler eine tadellose Partie und Kapitän Benni Schmidramsl gewann so gut wie jedes Kopfballduell. Rains beste Phase zwischen der 55. und 65. Minute überstand der VfB auch mit etwas Glück, doch danach versäumte es der VfB das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Als Eberle alleine auf Torhüter Maschke zulief, wollte er diesen ausspielen, doch das Leder sprang ihm vom Fuß (71.). Die Räume für den VfB wurden immer größer und nach Zuspiel von Philipp Federl klatschte die Direktabnahme von Eberle an den Querbalken (81.). Zwei Minuten später gelang Eberle dann doch noch sein zweiter Treffer zum 3:0. Vorausgegangen war ein weiter Abschlag von Felix Junghan, Julian Kügel gewann das Kopfballduell und die Vorlage setzte Eberle direkt vorbei an Maschke in die Maschen. Rain gab zwar nicht auf, aber selbst der Ehrentreffer wollte an diesem gebrauchten Tag nicht gelingen.


"Das frühe 2:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt. Wir hatten aber auch in einigen Szenen das Glück auf unserer Seite, dass Rain nicht zum Anschlusstreffer kam. Nach dem zweiten Sieg in Folge haben wir mit 23 Punkten wieder etwas Luft nach hinten. Jetzt freuen wir uns zum Vorrundenabschluss auf das Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Meisterschaftsanwärter Schweinfurt 05.


VfB: Junghan - Lamprecht, Schmidramsl, Waffler, Wolfsteiner - Fries, Federl, Istrefi (90. Kryeziu) - Kügel, Eberle, Lushi (78. Neumayer)


TSV Rain: Maschke, Bobinger (46. Dannemann), Triebel, Bauer, Schröder, Knötzinger (45. J. Müller), St. Müller, Brandt (70. Greppmair), Ekin, Luburic, Cosic


SR: Matthias Zacher (Nussdorf) Note 1


Zuschauer: 400


Gelbe Karten:


VfB: Kügel, Istrefi - Rain: Ekin, Cosic


Tore: 0:1 (04.) Fabian Eberle, 0:2 (09.) Adrian Istrefi, 0:3 (83.) Fabian Eberle