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SpVgg Unterhaching - VfB 1:1

vor 16 Stunden
3 Min. Lesezeit

Vor knapp 2000 Zuschauern trennten sich die SpVgg Unterhaching und der VfB Eichstätt im Hachinger "Sportpark" 1:1 (0:0). Ein tolles Ergebnis für unsere "Jungs", aber so große Freude wollte nach dem Schlusspfiff nicht aufkommen. Zwei höchst umstrittene Szenen verhinderten den Überraschungssieg.


Neben den Langzeitverletzten musste der VfB zusätzlich noch auf den rotgesperrten Pascal Schittler verzichten und auch Kapitän Lucas Schraufstetter musste erkrankt passen. "Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment zollen, denn sie haben überragend gekämpft. Unser komplettes Mittelfeld ist ausgefallen und zwei gelernte Innenverteidiger spielten auf der Deppelsechs", so Markus Mattes kurz nach Spielende. Der zuletzt erkrankte Daniel Spies rückte wieder in die Innenverteidigung, während Jens Schüler dafür eine Position nach vorne rutschte. Jonas Winkler ersetzte Schittler auf der Zehn und Leon Peric bildete zusammen mit Aurel Kuqanaj und Moritz Gündling das Sturmtrio.


In der ersten Halbzeit dominierte Unterhaching ausnahmslos. 95 Prozent Ballbesitz, 12:0 Abschlüsse, Tore - Fehlanzeige. Ein Verdienst unserer gesamten Mannschaft, die zwar meist nur zweiter Sieger blieb, doch jeweils entscheidend stören konnte. Und - wir hatten mit Daniel Martin einen Keeper der Sonderklasse. Bei einer Dreifachchance für den ex-Bundesligisten (ist zwar schon lange her) rettete er herausragend, der Nachschuss wurde geblockt und beim folgenden Kopfball stand ihm auch das Glück zur Seite. 12:0 Abschlüsse ist eine klare Aussage.


Fünf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt und plötzlich führte der VfB mit 1:0. Abschlag Daniel Martin, Kopfballverlängerung von Moritz Gündling in den Lauf von Aurel Kuqanaj. Aurel gewinnt das Laufduell, schaut den Keeper aus und zirkelt das Leder hoch und unhaltbar ins rechte obere Eck.


Noch ein Satz zu Moritz Gündling. Er arbeitet unermüdlich für die Mannschaft. Er kämpft und rackert und wird von seinen Gegenspielern herzlichst umarmt bzw. umgerissen. Geschützt wird er allerdings nicht und der Schiedsrichter in Haching hat dies maßlos übertrieben.


Unterhaching erhöht das Tempo, doch in der Endzone gibt es fast kein Durchkommen. Nach einem Doppelpass mit Alexander Beusch kommt Andy Breuer zum Abschluss, verzieht jedoch um Zentimeter. Übrigens, Markus Lohner lieferte erneut tadellos und nahm "Beuschi" fast komplett aus dem Spiel.


Der VfB setzte immer wieder kleine Nadelstiche und hatte 65 Minuten Pech. Einen weiten Einwurf von Elias Herger verlängerte Moritz Gündling mit dem Kopf. Der erste Torschuss von Aurel Kuqanaj wurde am Fünfmeterraum geblockt. Aurel kam nochmals ans Leder und traf aus 12 Metern halbrechter Position nur die Latte.


Haching setzte sich nach rund 75 Minuten an unserem Strafraum fest. Flanke auf Flanke, Torschuss auf Torschuss. Aber die "Null" hielt. Dann die 84. Minute und die war aus Sicht des VfB mit spielentscheidend. Nach einer Unachtsamkeit im Spielaufbau verlor Manuel Stiefler kurz vor dem Strafraum das Leder an Timo Meixner, der umspielte Stiefler und wurde vom letzten Mann klar gefoult (warum hätte er sich auch fallen lassen, wäre er doch alleine vor Torhüter Erion Avdija gewesen). Was machte Schiedsrichter Dölfel? Er ließ weiterspielen, statt auf Freistoß für den VfB zu entscheiden und er hätte Manuel Stiefler "Rot" zeigen müssen.


Nur drei Minuten später erzielte ausgerechnet Manuel Stiefler den Ausgleich und der VfB reklamierte vergebens eine Abseitsstellung. Vorausgegangen war ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Nach einer Kopfballabwehr schoss Mike Gevorgyan aus 16 Metern auf das Tor, Stiefler stand im Fünfmeterraum und traf zum 1:1. Alle Blicke richteten sich auf den Assistenten, der seine Fahne unten ließ und Richtung Mittellinie lief. Das Tor zählte und Unterhaching jubelte.


Geht da noch was? Der VfB wackelte, aber Torhüter Daniel Martin parierte zwei Distanzschüsse sicher. Auf der Gegenseite landete ein Kopfball von Daniel Bösl nur auf dem Tornetz und nach 96 Minuten war endlich Schluss.


MM kommentierte den Ausgleich wie folgt: "Aus unserer Sicht war es in der 84. Minute ein klares Foul von Manuel Stiefler und folglich hätte er als letzter Mann die Rote Karte sehen müssen. Dann hätte er auch drei Minuten später nicht das 1:1 erzielen können."


VfB: Martin, Herger, Bösl, Spies, Lohner (90+3 Bakic), Schüler, Müller, Winkler, Kuqanaj (90+1 Mayer), Gündling, Peric (73. Meixner)

SR: Peter Dotzel

Zuschauer: 1966

Tore: 0:1 (50.) Aurel Kuqanaj, 1:1 (87.) Manuel Stiefler



 
 
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