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  • Sepp Schiebel

"Never Give UP" VfB - FC Schweinfurt 05 3:2 (0:1)

"Never Give UP" lautet das Motto der "Jungs" des VfB Eichstätt. Im Heimspiel gegen den Meisterschaftsanwärter FC Schweinfurt 05 war diese Tugend gefordert. Bis zur 91. Minute führten die Gäste, ehe der VfB den Spieß noch umdrehen konnte. Der Jubel der 650 Zuschauer war groß, als zunächst Fabian Eberle einen Handelfmeter zum 2:2 Ausgleich verwandeln konnte, ehe in der 94. Minute Atdhedon Lushi mit seinem zweiten Treffer auch noch das Siegtor gelang. Wahnsinn!


Die erste Halbzeit verlief nicht im Sinne von Trainer Markus Mattes. Schweinfurt war die klar bessere Mannschaft: "Wir kamen nicht in die Zweikämpfe, waren immer einen Schritt zu langsam und Schweinfurt hat es richtig gut gemacht." Allerdings könnte man deren Trainer Timo Wenzel auch vorwerfen, dass sie insgesamt zu wenig riskiert haben. Adam Jabiri war zwar verletzt, doch mit Suljic, Pieper und Awata saßen drei Stürmer noch auf der Bank. Stefan Maderer verblieb als einzige Spitze, wobei man auch sagen muss, dass es Maderer richtig gut gemacht hat. Beim 0:1 in der 18. Spielminute war die VfB-Abwehr nicht ganz im Bilde. Maderer auf Tim Danhof, falsche Bewegung von Wolfsteiner und Danhof nützt dies eiskalt aus. Schweinfurt war überlegen, doch nur noch einmal lag das 0:2 in der Luft. Aus 25 Metern zog Sascha Korb ab und Felix Junghan musste sich schon gewaltig strecken. Der VfB fand einfach keine Mittel die Schweinfurter Abwehr unter Druck zu setzen und somit blieb deren Keeper Zwick ohne Beschäftigung.


Nach der Pause sah man eine ganz andere VfB-Elf auf dem Platz. Spielerisch gelang zwar nicht alles, aber nun war Tempo und Einsatz angesagt. Nur Torhüter Felix Junghan sah Gelb. Der Ausgleich gelang in der 55. Minute. Eine zunächst abgewehrte Ecke kam zu Florian Lamprecht, der flankte direkt aus der Luft zur Mitte und Atdhedon Lushi köpfte aus 6 Metern zum 1:1 ein. Schweinfurt wackelte und der VfB drängte auf die Führung. Ein unnötiger Hakentrick im Mittelfeld von Lushi führte zum schnellen Gegenangriff, Pass auf Maderer und der ungestüme Einsatz von Torhüter Junghan wurde mit einem berechtigten Elfmeter geahndet. 1:2 durch Sascha Korb (68.).


Der VfB wollte den Ausgleich, musste aber zwei Rückschläge hinnehmen. Zunächst verletzte sich Fabian Eberle am Sprunggelenk und Schlimmstes war zu befürchten. "Faber" biss auf die Zähne und kam wieder. Kaum auf dem Platz musste er erneut behandelt werden. Kleineheismann trat ihm im Strafraum in die Wade, doch der "Elfmeter" blieb aus. Mattes reagierte, brachte Zitzelsberger für Istrefi und in der 85. Minute auch noch Heinloth für Wolfsteiner. Fortan mit einer Dreierkette, wobei der wieselflinke Lamprecht nach rechts wechselte. Das "Schach und Matt" für Schweinfurt!


Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt und der VfB warf alles nach vorne. Eberle bedrängte Fritscher, der spielte den Ball deutlich mit der rechten Hand und jetzt gab es den Strafstoß. Fabian Eberle übernahm und traf zum 2:2. Schweinfurt wollte gewinnen, denn nur so ist der schnelle Wechsel von Stürmer Pieper zu erklären. Noch waren knapp zwei Minuten auf der Uhr. Ein fataler Rückpass direkt auf Eberle, der jedoch zu weit abgedrängt wurde. Sein Pass in den Rückraum kam über Umwegen zu Lamprecht und der Alesheimer Blondschopf nah volles Risiko in Kauf. Flach und scharf kam das Leder zur Mitte, wieder steht Ati Lushi plank und der VfB gewinnt mit 3:2.


VfB: Junghan - Lamprecht, Schmidramsl, Waffler, Wolfsteiner (85. Heinloth), Fries, Federl, Istrefi (71. Zitzelsberger), Kügel, Eberle, Lushi


Zuschauer: 650