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Was war das? SpVgg Unterhaching - VfB 1:4

Freitagabend in München, da war doch was? Vermutlich jeder der rund 70 mitgereisten VfB-Anhänger erinnerte sich an den legendären Auftritt des VfB Eichstätt im Grünwalder Stadion gegen den FC Bayern München II. Damals gewann der VfB sensationell mit 3:0 bei den "kleinen" Bayern. Dass sich ein solches Erlebnis wiederholen könnte, daran dachten wohl nur die kühnsten Optimisten beim VfB. Und es sollte geschehen. Der VfB gewinnt in der nächsten "magischen" Nacht im Alpenbauer Sportpark beim ehemaligen Fußball Bundesligisten SpVgg Unterhaching mit 4:1 (1:1) Toren und das Beste kommt noch - der Sieg war auch völlig verdient! Geile Sache Jungs, das habt Ihr verdient und WIR waren dabei!!!








Kompliment an die Hachinger Verantwortlichen mit ihren "Chef" Manfred Schwabl. Wir wurden herzlichst in der Vereinsgaststätte bedient und bewirtet und auch nach Spielende durften wir mit der Mannschaft angemessen feiern. Selbst die Hachinger Fans fanden nur lobende Worte für den VfB und sprachen von einem völlig verdienten Sieg.





Nicht mitspielen durfte bei Unterhaching der ehemalige VfBler Felix Göttlicher. Auf meine Frage welche Verletzung er denn habe, antwortete Felix: "Keine, ich habe meinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert!" Man kann sich selbst seinen Reim darauf machen - Felix darf trainieren, spielt aber bis zum Sommer nicht, ehe er eine neue Herausforderung gefunden hat. Sehr sehr schade!


Zum Spiel: Der VfB musste aufgrund Verletzungen von Jonas Fries, Johannes Kraus, Ralf Schröder, der Sperre von Philipp Federl und den Erkrankungen von Florian Lamprecht und Johannes Fiedler stark ersatzgeschwächt antreten. Das "Trainerteam" fand wieder einmal die richtigen Lösungen. Taktische Ausrichtung 5 - 4 - 1. Drei Innenverteidiger ließen kaum etwas Anbrennen, links verteidigte bei seinem Startelfdebüt Luca Oehler und rechts musste Sebastian Graßl ran. Jonas Halbmeyer und Fabio Pirner gaben die Doppelsechs, davor unterstütztenTobias Stoßberger und Julian Kügel die einzige richtige Spitze mit Dominik N`gatie. Neuzugang Luca Trslic (20) agierte in seinem ersten Regionalligaspiel so unaufgeregt, als hätte er schon 100 Spiele hinter sich, Markus Waffler als zentraler Innenverteidiger räumte alles ab und Teoman Akmestanli glänzte mit Zweikampfstärke und Übersicht. Einen Torhüter hatten wir auch - Felix Junghan war chancenlos beim 1:0 für Haching, bereinigte den einzigen Fehler von "Waffles" souverän und wurde eigentlich ansonsten nicht einmal ernsthaft geprüft. Apropos Prüfung - am Samstag schreibt Felix Junghan eine Prüfung für sein Fernstudium - viel Glück Felix!


Unterhaching begann bemüht, aber wie in der Schule ist das Prädikat "bemüht" nicht gut genug. Der VfB musste dennoch in der 19. Minute das 0:1 hinnehmen. Einen Freistoß aus dem linken Halbfeld von Skarlatidis verteidigte der VfB ausnahmsweise nicht gut und der einlaufende Manuel Stiefler köpfte unhaltbar ein. Auffällig war, dass der VfB vom Anpfiff weg ein unangenehmer Gegner war. Immer giftig und störend ließ man Haching keine Zeit und deren schwerfälliger Spielaufbau endete meist am Strafraum des VfB. Die Anweisungen von Sandro Wagner blieben ungehört und in der 26. Minute bescherte uns das Glück oder das Ungeschick von Torhüter Kevin Darmstädter den Ausgleich. Einen Rückpass von Markus Schwabl ließ der Keeper rund 20 Meter vor dem Tor unter der Sohle durchrutschen, N`gatie erkannte die Situation, pfeilschnell setzte er hinterher und drückte das Leder noch vor Darmstädter zum 1:1 über die Torlinie.


Nur einmal stockte den VfB-Fans der Atem, als Junghan beim Spielaufbau Markus Waffler bediente, der wurde gecheckt und plötzlich stand Leonhard Grob frei vor Junghan. Der blieb lange stehen und konnte abwehren. Auf der Gegenseite hätte aber auch der VfB in Führung gehen können, wenn nicht müssen. Freistoß Pirner, Kopfball Halbmeyer aus 5 Metern - vorbei.


Mit einem gerechten 1:1 ging es in die Halbzeitpause.


Die Offensive der Hachinger blieb aus. Der VfB stand sehr gut und versuchte immer wieder schnell umzuschalten. 53. Minute Tor für den VfB! Ballgewinn in der eigenen Hälfte, sofortiges Umschalten, Tobias Stoßberger läuft mit Riesenschritten auf Rechtsaußen in Richtung Strafraum, ein Blick, eine Maßflanke und der mitgelaufene Julian Kügel köpft herrlich ins rechte Eck ein. Schulbuchmäßiger Konter - der VfB führt, aber noch verbleiben 37 Minuten plus Nachspielzeit auf der Uhr.


Was ist los mit Haching? Sie finden keine Mittel, Trslic lässt Patrick Hobsch nicht am Spiel teilnehmen, Luca Oehler giftig und spritzig nimmt Schwabl aus dem Spiel, Fabio Pirner mit Kopfplatzwunde ordnet das Mittelfeld und in der Offensive gibt es nur drauf drauf und noch einmal drauf. Den Rest erledigt der kaum geprüfte Junghan.


Die Zeit verrinnt, in der 86. Minute wird Fabian Neumayer eingewechselt und mit seinem ersten Ballkontakt bleibt er eiskalt und trifft flach ins rechte untere Eck zum 1:3. Wir werden doch nicht gewinnen? Es läuft schon die fünfte Minute der Nachspielzeit und der VfB legt noch einen drauf und was für ein Tor. Aus spitzem Winkel zieht Julian Kügel ab, sein Schuss wird leicht abgefälscht und schlägt hoch im Winkel ein. 4:1 Aus! Wahnsinn! Ankunft mit dem Bus 0.45 Uhr. Partystimmung.


VfB: Junghan - Graßl, Trslic, Waffler, Akmestanli, Oehler - Pirner (90+2 Heinloth), Halbmeyer (90+4 Mayer), Kügel, N`gatie, Stoßberger (86. Neumayer)

SpVgg Unterhaching: Darmstädter, Pisot, Stiefler, Schwabl (71. Bucher), Turtschan, Skarlatidis, Schmid (73. Kaltner), Ehlich, Hobsch, Hain, Grob (63. Zimmermann)

Zuschauer: 600

SRín: Angelika Söder (sehr gut)