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  • Sepp Schiebel

Bitter! VfB verliert mit 1:2 (1:0) gegen Viktoria Aschaffenburg

Diese 1:2 (1:0) Heimniederlage gegen den SV Viktoria Aschaffenburg hat der VfB Eichstätt sicherlich nicht verdient. Im Mittelpunkt der Kritik stand Schiedsrichter Christian Dietz, der alle ergebnisrelevanten Entscheidungen gegen die Heimelf entschied und aus Sicht von Pressewart Sepp Schiebel das Endergebnis damit entscheidend beeinflusste: "Schiedsrichter Dietz und der VfB werden sicherlich nicht mehr die besten Freunde werden. Schon im Heimspiel gegen den TSV Buchbach sorgte er dafür, dass Markus Waffler nach einem vermeintlichen Foulspiel für drei Spiele gesperrt wurde. Der ehemalige Zweitligaschiedsrichter und jetzige feste Assistent von Bundesligareferee Deniz Aytekin hätte durchaus drei Mal für den VfB auf Strafstoß entscheiden können oder sogar müssen. Stattdessen bekommen die Gäste einen Elfmeter geschenkt und gewinnen dadurch auch noch."


Die Enttäuschung war VfB-Trainer Markus Mattes auf der anschließenden Pressekonferenz ins Gesicht geschrieben, doch vermied er es tunlichst die Schuld beim Unparteiischen zu suchen: "Wir haben ein sehr gutes Regionalligaspiel gesehen. Leider haben wir es versäumt noch vor der Halbzeit das 2:0 zu erzielen. Beim Ausgleich haben wir uns überraschen lassen und die Elfmetersituationen muss ich mir erst im Video anschauen." Ex-Profi Jochen Seitz und jetziger Trainer der Aschaffenburger lobte natürlich seine Mannschaft: "Wir wussten, dass es in Eichstätt extrem schwer wird zu gewinnen. Desto mehr freuen wir uns, dass wir dem Spiel noch die Wende geben konnten."


Als Stadionsprecher Charly Dengler den 530 Zuschauern die Aufstellungen beider Mannschaften vorlas, fehlte beim VfB überraschend Torjäger Fabian Eberle in der Startelf. Grund dafür war ein Grippevirus, der fast die Hälfte der gesamten Mannschaft unter der Woche lahm gelegt hatte und schon deshalb war Markus Mattes mit der Leistung seiner "Jungs" trotz der Niederlage sehr zufrieden: "Am Dienstag hatten wir zehn Spieler im Training, der Rest hatte die Grippe. Grund dafür könnte die vermutlich defekte Heizung in Schalding-Heining gewesen sein, denn nach dem Spiel am vergangenen Samstag war es in den Umkleideräumen eisig kalt. Philipp Federl spielte heute mit einem Magen-Darm Virus, Jakob Zitzelsberger und Fabian Eberle sollten uns heute nur im Notfall helfen."


Für den fehlenden Eberle rückte Atdhedon Lushi ins Zentrum und Dominik Wolfsteiner begann dafür auf Rechtsaußen. Der VfB übernahm von Beginn an die Initiative und die Gäste waren wohl vom aktiven Pressing des VfB überrascht. Einen ersten Warnschuss gab Lucas Schraufstetter in der vierten Minute ab, doch Torhüter Kevin Birk machte sich lang und länger und konnte den platzierten Schuss aus 16 Metern noch um den Pfosten drehen. Die Gemüter erhitzten sich erstmals, als Julian Kügel im Strafraum freie Bahn hatte und mit einem "Bodycheck" regelrecht ungestraft abgeräumt wurde (9.). In der 26. Minute belohnte sich der VfB mit der 1:0 Führung. Der agile Lushi leitete den Angriff nach Ballgewinn selbst ein. Kügel passte auf Federl und dessen Heber über die Abwehr auf den zweiten Pfosten vollendete der durchlaufende Lushi perfekt per Direktabnahme zum 1:0. Wenig später fast das 2:0, doch Federl rutschte nur um Zentimeter an der flachen Hereingabe von Wolfsteiner vorbei. Erst ab der 35. Minute nahmen auch die Aktionen der Gäste Fahrt auf. Viel lief über Benjamin Baier und nach dessen Flanke köpfte Daniel Cheron nur an den linken Pfosten. Kurz vor dem Pausenpfiff war es dann noch einmal Baier mit einem Gewaltschuss, aber Markus Waffler zeigte "Härte" und wehrte das Geschoss mit dem Rücken ab.


Der VfB war also gewarnt und wollte dennoch nachlegen. Das verhinderte aber der gute Torhüter Birk, denn auch den Schuss von Schraufstetter aus dem Gedränge heraus, konnte er abwehren. Als die Gäste eine Offensivaktion starteten klärte Jonas Fries, doch der Unparteiische entschied auf Freistoß. Den Vorwurf muss sich Torhüter Felix Junghan gefallen lassen, denn er unterschätzte die Torentfernung und die Schusskraft von Björn Schnitzer. Eine zudem falsch gestellte "zwei-Mann-Mauer" ermöglichte Schnitzer den direkten Abschluss aus rund 25 Metern Torentfernung, sein halbhoher Schuss drehte sich in der Flugkurve zur Seite und Junghan hatte das Nachsehen - 1:1 in der 52. Minute. Der VfB blieb jedoch am Drücker und forderte in der 58. Minute erneut vergeblich einen Strafstoß ein. Dieses Mal blieb Wolfsteiner aufschreiend im Strafraum liegen, als er von hinten am Knöchel getroffen wurde. Fast wäre den Gästen im direkten Gegenzug die Führung gelungen, denn Kapitän Schmidt verzog nur äußerst knapp. Die nächsten Aufreger ließen nicht lange auf sich warten. Nach einem Solo und einem "Faller" von Lushi, sah dieser seine vierte Gelbe Karte in der laufenden Saison. Und auch in der nächsten Szene blieb der Elfmeterpfiff aus, doch dieses Mal zu unrecht. Julian Kügel war deutlich hörbar im Strafraum von Luca Dähn gelegt worden. Stattdessen zeigte der "Unparteiische" fünf Minuten später auf der Gegenseite auf den Punkt. Nach einer Ecke wollte Schraufstetter klären,


Baier hatte seinen Kopf dabei sehr tief und ging zu Boden. Das Geschenk nahm Björn Schnitzer dankend an und Aschaffenburg war mit 2:1 in Führung gegangen.


Immer wieder rannte der VfB vergeblich an. Die beiden Außenläufer Florian Lamprecht und Sebastian Graßl schoben kräftig an und spulten ein enormes Laufpensum ab. Am Ende reichten die Kräfte nicht mehr und so manche gut gemeinte Flanke fand nicht mehr seinen Abnehmer. Für die Gäste ergaben sich dadurch mehr Räume und der eingewechselte Egson Gashi vergab leichtfertig aus sechs Metern die Vorentscheidung zum 1:3 (83.). In den Schlussminuten ging Markus Mattes dann doch noch "all in". Eberle, Neumayer und Zitzelsberger rein - Graßl, Schraufstetter und Wolfsteiner raus. Selbst Torhüter Junghan war in der Schlussoffensive "Stammkraft" im Aschaffenburger Strafraum. Fast hätte seine Vorlage doch noch zum Ausgleich geführt, aber der Schuss von Fabian Neumayer rollte nicht nur am verdutzten Torhüter Birk vorbei sondern auch um Zentimeter am linken Pfosten.


Noch stehen zwei Spieltage in der Regionalliga Bayern auf dem Spielplan. Der wieder zu alter Form erstarkte Sebastian Graßl wird dabei leider fehlen, da er beruflich nach China muss und in Garching am kommenden Samstag wird auch Dominik Wolfsteiner nach seiner 5. Gelben Karte pausieren. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die "Jungs" bis dahin von der Grippe erholt haben.


VfB: Junghan - Graßl (84. Zitzelsberger), Schmidramsl, Waffler, Lamprecht - Schraufstetter (89. Neumayer), Fries, Federl - Wolfsteiner (84. Eberle), Lushi, Kügel


SV Viktoria Aschaffenburg: Birk, Dähn, Desch (46. Fritsch), Verkaj, Schmidt, Cheron, Zehnder, Baier, Schnitzer (89. Zaki Ech), Harrer (79. Gashi), Verkamp


SR: Christian Dietz (Kronach)


Zuschauer: 530


Gelbe Karten:


VfB: Wolfsteiner (5.), Schmidramsl, Schraufstetter, Lushi - Aschaffenburg: Baier, Harrer, Schnitzer, Fritsch, Zehnder, Verkaj