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SpVgg Unterhachng - VfB 4:1

Durch einen standesgemäßen 4:1 (1:1) Erfolg über den VfB Eichstätt festigte die SpVgg Unterhaching, sechs Spieltage vor dem Saisonende mit neun Punkten Vorsprung auf die Würzburger Kickers, die Tabellenführung in der Regionalliga Bayern. Für den VfB blieben nach einer sehr guten Leistung nur lobende Worte und keine im Abstiegskampf so dringend benötigte Punkte übrig.


VfB-Trainer Markus Mattes beorderte wieder Felix Junghan ins Gehäuse und Markus Waffler agierte als zusätzlicher Innenverteidiger gegen die kopfballstarken Angreifer Patrick Hobsch und Mathias Fetsch. Wie zu erwarten übernahm der Spitzenreiter von Beginn an die Initiative, während der VfB immer wieder mit schnellen Gegenangriffen Nadelstiche setzen konnte. So auch in der 12. Minute und Julian Kügel hätte die Führung erzielen müssen. Johannes Golla hatte sich am rechten Flügel abgesetzt, seine Maßflanke kam auf den Kopf von Kügel, doch dessen Aufsetzer aus sechs Metern landete über dem Hachinger Gehäuse. Der Tabellenführer zog in der Folge das Tempo an und kam durch Manuel Stiefler aus acht Metern zum Abschluss, aber Felix Junghan bewahrte den VfB mit einer tollen Fußabwehr vor dem Rückstand. Der VfB wackelte kurz und hatte Glück, dass Golla einen Schuss von Josef Welzmüller auf der Torlinie retten konnte. Der 33jährige Hachinger Kapitän stand wenig später erneut im Mittelpunkt, doch dieses Mal auf der anderen Seite. Daniel Haubner gewann ein Laufduell am rechten Flügel, drang in den Strafraum ein und wurde von Welzmüller gefoult. Schiedsrichter Johannes Hamper zeigte trotz wütender Proteste der Gastgeber auf den Punkt, die das Foulspiel außerhalb des Strafraums gesehen haben wollten. Neben Welzmüller wurde auch Trainer Sandro Wagner mit Gelb verwarnt, der er sehr emotional auf das Spielfeld gelaufen war. Von alledem ließ sich Sebastian Graßl nicht beunruhigen und verwandelte den Strafstoß sicher zum 0:1 (35.).

Die Führung währte allerdings nur vier Minuten und Haching konnte zum 1:1 ausgleichen. Markus Schwabl leitete über den rechten Flügel ein, die Flanke von Sebastian Maier erreichte im Rückraum Manuel Stiefler und dessen Kopfball ins linke untere Eck war für Junghan unerreichbar. Mit einer Glanzparade vereitelte Junghan wenig später sogar einen Rückstand, nachdem Fetsch einen Kopfball hoch ins rechte Toreck angesetzt hatte.


Nach dem Seitenwechsel sahen die 1900 Zuschauer denselben taktischen Spielverlauf. Unterhaching spielte, der VfB lauerte. Als sich Stiefler einen Fehlpass leistete, schaltete Daniel Haubner blitzschnell um und Fabian Eberle lief alleine auf das Hachinger Tor zu. Auf Höhe des Strafraums umspielte er Torhüter Rene Vollath, kam leicht ins Straucheln und traf das leere Tor nicht (56.). Statt mit 2:1 in Führung zu gehen, hieß es wenig später aus Sicht des VfB 1:2. Haubner war bei einer Ballannahme von seinem Gegenspieler klar gefoult worden, der Unparteiische ließ weiterspielen und die folgende Flanke köpfte Patrick Hobsch zum 2:1 für die Gastgeber ein (61.). Trotz heftiger Proteste von Seiten des VfB blieb der Unparteiische bei seiner Entscheidung und auch bei den nächsten beiden Gegentoren haderte der VfB. Haching war nun obenauf und kombinierte sicher am Strafraum des VfB. Als Junghan einen Schuss aus dem Gewühl heraus abwehren konnte, zeigte Schiedsrichter Hamper auf den Punkt, da Philipp Federl gefoult haben soll. Hobsch ließ sich das Geschenk nicht entgehen und traf vom Punkt zum 3:1 (69.). Nur drei Minuten später war sein Hattrick perfekt, doch auch hier fehlte dem Unparteiischen der Durchblick. Hobsch verschaffte sich mit einem Bodychek gegen Markus Waffler einen klaren Vorteil und hatte keine Mühe das Zuspiel von Fetsch zum 4:1 einzuschießen. Sein 23. Saisontreffer!


Die Abschlussschwächen konnte der VfB auch in der Schlussphase nicht ablegen. Julian Kügel setzte das Leder am langen Eck vorbei und der eingewechselte Tobias Stoßberger scheiterte völlig freistehend an Torhüter Vollath. Die Leistung des VfB war trotz der Niederlage in Ordnung, was auch Trainer Mattes anerkannte: "Wir haben über 90 Minuten sehr viel richtig gemacht, kassieren am Ende aber mit 1:4 einen herben Dämpfer. Wenn du gegen Haching was holen willst, musst du die 100igen halt machen und das müssen wir uns ankreiden lassen. Zudem wurden drei schwierige Entscheidungen gegen uns getroffen."

Fußball Fernseh Experte Sandro Wagner, Trainer in Unterhaching, fand sogar für den VfB lobende Worte: "Natürlich sind wir froh über die drei Punkte. Im Spiel gegen den Ball war ich heute nicht zufrieden, wir haben zu viel zugelassen. Das war aber auch nicht leicht, weil Eichstätt vergleichbar ist wie Union Berlin in der 1. Liga: Du weißst wie sie spielen kannst sie aber nur schwer verteidigen. Ich finde das geil wie Eichstätt das macht."

Nur hauchdünn steht der VfB noch über dem Strich zum direkten Klassenerhalt und am kommenden Samstag (14.00 Uhr) kommt es im Liqui-Moly-Stadion zum direkten Duell mit dem punktgleichen 1. FC Schweinfurt 05.


VfB: Junghan - Golla, Trslic, Moratz, Waffler (74. Meixner), Lamprecht - Federl, Graßl, Haubner - Kügel, F. Eberle (80. Stoßberger)

SpVgg Unterhaching: Vollath, Pisot Welzmüller (55. Zentrich), Stiefler (77. Grob), Maier (69. Mashigo), Fetsch, Anspach (55. Skarlatidis), Schwabl (74. Bauer), Ehlich, Hobsch, Waidner

SR: Johannes Hamper

Zuschauer: 1900

Tore: 0:1 (35./FE) Sebastian Graßl, 1:1 (39.) Manuel Stiefler, 2:1 (61.) Patrick Hobsch, 3:1 (69./FE) Patrick Hobsch, 4:1 (72.) Patrick Hobsch

Gelbe Karten:

VfB: Philipp Federl, Fabian Eberle -- Unterhaching: Welzmüller, Schwabl



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💚 Alina 💚

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